“Matrjoschkas Heimat”

Finger in der Nase
Nase an mir
mir am liegen
liegen im Bett
betten im Zimmer
zimmern in der Wohnung
wohnen im Haus
hausen an der Straße
straßen im Dorf
dorfen an der Stadt
städten im Land
landen auf der Erde
erden im Herz

Den Kopf hat man nur einmal.

Haare wachsen.

Gedanken altern schneller als die Haut.

Gesellige Strahlung schafft brüchige Seile.

“Sie” schmiern`s an jede Wandung.

Immunschwäche ist kein Stärkemittel.

Die Kopie wird anderst.

Wanderung und Indentitätssuche

Zeit ist manches mal biedermeiergemütlich oder total meschugge.

Die Uhr kann aber nicht zählen,

denn die Zahl – ist ohne Maske -

Eins oder Null.

Gedächtnis und Erinnerung.

Leben im Speicher ist

permanent verändernde Wirklichkeit

am Rand der drehenden Scheibe.

Bewusstseinsverlängerung.

Moment ! Pumpe des Honigs – warte auf mich Arbeitsplatz !

Warum handelst du mit Tradition ?

Das Herz läuft im Kreis.

Erst jetzt lern ich langsam wieder zu reden.

Nur der Husten wird höher.

Liegt am Staub und am Qualm.

Stoffliche und Psychische Sucht.

Geistige Sterne. Honig auf Brot.

Aber das lange Denken hielt mich -  wach.

Umzug der Masken.

Der Schwung kommt mit dem manischen Fall.

Die Müdigkeit ist ehrlich.

Die  kunsten in der Schule.

Nun kunste doch mal deine Kunstenmappe schön her.

Ob die Kunstenlehrerin selbst auch richtig kunstet ?

Für`s kunsten gibt`s Noten, für manche  später sogar auch Geld.

Aber wenner nich will ! Er will doch nicht kunsten !

Nicht mit Ihr! Nicht so ! Nicht mit Ihr Kunstenden!

Man wie er kunsten kann, wenn Sie nicht künstelt.

Na, dann hat er doch glatt noch “befriedigend” gekunstelt.

Die zeugnießen in der Leistungsfabrik. Schöner wär ein Salat !

Da ist ihm richtig kunstlich geworden. Das kann nicht kunstig machen !

Der Zauber kriecht langsam rein. Da gibts einen ohnmächtigen Schutz.

Warum gabs keine Note für den mitgebrachten Stuhl vom Sperrmüllhaufen

in der Nähe des Rathauses ?

Eine übersehene  “Eins” !

Die Wut über das Missverstehen treibt in der Jugend verständliche Pflüge !

Bleib stark und lass dich nicht unterkriegen !

Winterberlin, Bergmannstraße

Das letzte Bier, vom letzten Geld,  in der letzten Pinte.

Armlehnung. Kinnstützes  schweigendes  hören.

Finger am Kaltglas.

Lautgespräche schneiden die qualmende Musik.

Öliger Lügner schrei ich.

Finger Richtung Tür.

Schwere Schuhe pendeln.

Schneeasphalt der Glanznacht sternt.

Öliger Lügner reißt mich zu Boden.

Ein Totenkopfring glitzert die Augenbraue mit Nase.

Öliger Lügner is fertig mit der Lektion, geht wieder rein

Jetzt noch größer,  siegt er lange rum, hinter der Theke.

Bloß kein öliger Lügner sein !

Derweil bau ich eine Kanone aus Fünfmeter Baustellenrohr schräg vor die Tür

und geh.

Mein Blut tropft in die Kaffeetasse am York irgendwo,

nun Ruhe, vom lügen weit weg.

Sozialamtgehwegbetteln.

Haste `n Groschenheft !

Die Augen sind Spiegel und seh mein Schwellgesicht mit Scham in Dir.

Danke.

Die Manteltasch wird Groschenschwer.

Freude kommt und Hunger.

Öffne die Tür im Sonnenlicht, in Hausparterre Hinterhof.

Ofen am Bett. Fenster gereift mit Kristall.

Breite das Geld auf den Boden. Wecke den Freund.

Kaufe Suppengrün für kochendes Wasser.

Die schmeckt nicht gut aber nach Topf.

Das betteln ging weiter.

Erstmal mit Beinen.

SeitenschieberAugenbar und Transformatorin

Februar 2010
M D M D F S S
« Jan    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728