Winterberlin, Bergmannstraße
Das letzte Bier, vom letzten Geld, in der letzten Pinte.
Armlehnung. Kinnstützes schweigendes hören.
Finger am Kaltglas.
Lautgespräche schneiden die qualmende Musik.
Öliger Lügner schrei ich.
Finger Richtung Tür.
Schwere Schuhe pendeln.
Schneeasphalt der Glanznacht sternt.
Öliger Lügner reißt mich zu Boden.
Ein Totenkopfring glitzert die Augenbraue mit Nase.
Öliger Lügner is fertig mit der Lektion, geht wieder rein
Jetzt noch größer, siegt er lange rum, hinter der Theke.
Bloß kein öliger Lügner sein !
Derweil bau ich eine Kanone aus Fünfmeter Baustellenrohr schräg vor die Tür
und geh.
Mein Blut tropft in die Kaffeetasse am York irgendwo,
nun Ruhe, vom lügen weit weg.
Sozialamtgehwegbetteln.
Haste `n Groschenheft !
Die Augen sind Spiegel und seh mein Schwellgesicht mit Scham in Dir.
Danke.
Die Manteltasch wird Groschenschwer.
Freude kommt und Hunger.
Öffne die Tür im Sonnenlicht, in Hausparterre Hinterhof.
Ofen am Bett. Fenster gereift mit Kristall.
Breite das Geld auf den Boden. Wecke den Freund.
Kaufe Suppengrün für kochendes Wasser.
Die schmeckt nicht gut aber nach Topf.
Das betteln ging weiter.
Erstmal mit Beinen.